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Hilfe aus der Natur gegen Mundgeruch

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Halitosis, so der medizinische Begriff für Mundgeruch, ist für chronisch Betroffene äußerst unangenehm. Während sich vorübergehender Mundgeruch bei entsprechender Mundhygiene schnell wieder von selbst erledigt, führt dauerhafter Mundgeruch zwischenmenschlich oft zu peinlichen Situationen. Glücklicherweise hat die Wissenschaft herausgefunden, dass bestimmte Polyphenole in der richtigen Konzentration das Wachstum der verantwortlichen Bakterien sogar vollständig stoppen können.

Generell muss zwischen zweiten Arten von Mundgeruch unterschieden werden: Einmal der kurzfristige, vorübergehende Mundgeruch und zum anderen der dauerhaft anhaltende Mundgeruch. Wobei letzterer das wirkliche Übel für betroffene Menschen ist. Die kurzfristige Variante kennt eigentlich jeder. Nach dem Genuss von bestimmten Nahrungsmitteln wie rohen Zwiebeln und Knoblauch, sowie einiger Genussmittel wie Tabak oder Alkohol riecht der Atem einfach dementsprechend. Dieser unangenehme Geruch lässt jedoch in der Regel kurzfristig wieder nach.

Chronischer Mundgeruch entsteht durch bakterielle Zersetzung, in deren Folge einige schweflige Reaktionsprodukte produziert werden.

Eines der Endprodukte ist Schwefelwasserstoff mit der harmlos aussehenden Struktur- Formel H-S-H (H2S). Jedoch ist Schwefelwasserstoff ein immens giftiges Gas, das bei einer Konzentration ab 0,5 Prozent einen Menschen binnen Sekunden töten kann. Bei der bakteriellen Zersetzung im menschlichen Körper entsteht das hochgefährliche Gas aber nur in einer verschwindend geringen Konzentration, die nicht direkt gesundheitlich schädlich ist. Dafür hat Schwefelwasserstoff noch eine weitere unangenehme Eigenschaft: Es riecht schon in geringsten Mengen penetrant nach fauligen Eiern und der unangenehme Geruch des Gases wird neben Sulfiden Bestandteil des Atems.

Lange Zeit dachten Mediziner, dass Magen- Probleme für den übel riechenden Atem verantwortlich seien und so wurden in der Vergangenheit viele Halitosis Patienten völlig überflüssig mit Magenspiegelungen malträtiert. Heute weiß man es besser: Zu rund neunzig Prozent liegt das Problem bei den Betroffenen in der Mundhöhle und im Nasen Rachen Bereich. In seltenen Fällen können jedoch auch andere Krankheiten wie Diabetes sowie Leber- und Nieren- Leiden chronischen Mundgeruch verursachen. Es ist deshalb sinnvoll, diese Möglichkeiten zunächst mit ärztlicher Hilfe auszuschließen oder sie als Ursache festzustellen.

Sind anderweitige Krankheiten nicht die Ursache für Mundgeruch, lassen sich durch entsprechende Mund- und vor allem Zungen- Hygiene gute Teilerfolge erzielen. Vor allem der Gebrauch einer Zungen- Bürste vermindert die Anzahl der verantwortlichen Bakterien. Leider kommt man auf mechanischem Wege nicht an sämtliche Bakterien- Herde heran. Eine sehr wirkungsvolle, aber nur bedingt anwendbare Substanz ist Chlorhexidin, da es hervorragend Bakterien abzutöten vermag. Es kann jedoch nur 14 Tage lang verwendet werden und stellt somit keine langfristige Hilfe gegen Mundgeruch dar. Mutter Natur liefert allerdings noch weitere Substanzen, mit denen sich die betreffenden Bakterien bekämpfen lassen. So wurde an der amerikanischen Universität von Illiois herausgefunden, dass so genannte Polyphenole das Bakterien- Wachstum erfolgreich hemmen und bei höherer Konzentration sogar vollständig stoppen können.

Die aromatischen Polyphenole sind in verschiedenen Nahrungsmitteln und Genussmitteln auf natürliche Weise enthalten. Dazu zählen bestimmte Tee-Sorten, Obst- Sorten, Weine und weinartige Produkte sowie einige Kräuter. In der Praxis konnten bereits durch die Abstimmung der Ess- und Trink Gewohnheiten auf polyphenolhaltige Produkte gute bis sehr gute Ergebnisse gegen Mundgeruch erzielt werden.

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