Diese Frage beschäftigt sehr viele Frauen seit jeher. Genauer müsste es deshalb eigentlich heißen: Was wollen Männer von Frauen? Stimmen die Klischees, dass Männer vornehmlich auf Geld, Macht und Sex fixiert sind und diese Spezies ansonsten eher durch Untreue und Verantwortungslosigkeit gegenüber dem weiblichen Geschlecht glänzt? Elbsenf wollte es genauer wissen und recherchierte zahlreiche Studien, Umfragen und Fachliteratur. Zum Abschluss der Recherche schauten wir dem männlichen Volk "auf's Maul", um herauszufinden, ob die theoretischen Ergebnisse mit der Realität übereinstimmen. Dazu befragten wir willkürlich Männer verschieder Alters- und Einkommensstufen und sehr unterschiedlichem Aussehen.
Viele Frauen sind der Auffassung, dass Männer sich bevorzugt in wunderschöne Frauen verlieben und diese dann auf Händen tragen. Das ist eines der Klischees, die Sie getrost unter der Kategorie "Ammenmärchen" abbuchen können. Oft ist sogar das Gegenteil der Fall. Zwar reagieren Männer auf optische Reize stärker als Frauen, aber das ist für Männer noch lange kein Grund, stärkeres Interesse, sexuelles Begehren oder gar Liebe für eine Frau zu empfinden. Viele der befragten Männer sagten sogar, dass sie schöne Frauen entweder für unerreichbar halten, schöne Frauen ihnen Angst machen, sie ein zu perfektes Äußeres einfach nicht mögen oder sie glauben, dass sie sich mit einer schönen Frau "zu viel männliche Konkurrenz ins Haus holen". Wobei mit der letzten Ansicht hier klar die Männer auf dem Holzweg sind. Denn fragt man Frauen, die unserem heutigen Schönheitsideal entsprechen, wie intensiv sie von Männern umworben werden, erntet man häufig nur ein müdes Lächeln und erhält die Auskunft, dass viele gucken, aber nur die wenigsten versuchen, ihnen zwischenmenschlich nahe zu kommen.
Für die überragende Mehrheit der Männer gilt hier ein klares JA. In einer interessanten Studie zum Thema gaben von 1470 befragten Männern im Alter von 17 bis 80 Jahren 92 % an, dass sie an DIE TRAUMFRAU glauben. Unsere befragten Männer gaben an, keinen bestimmten Beispiel- Frauentyp im Kopf zu haben. Vielmehr ist DIE TRAUMFRAU eine sehr individuelle und teils auch sehr idealisierte Vorstellung. Theoretisch kommt für die Rolle der TRAUMFRAU jede Frau, unabhängig von ihrem Äußeren, in Frage. In wie weit sie diesem Idealbild in der Praxis entsprechen kann, hängt stark davon ab, wie gut sie die Bedürfnisse des Mannes erkennt und bereit ist, auf diese einzugehen und zu erfüllen.
Tipp: Werden Sie für Männer unwiderstehlich
Es gibt unzähligen Studien zufolge verhältnismäßig wenig Männer, die sogenannte "schwache" Frauen bevorzugen. Dieser Typus Mann forciert gerne die emotionale und oft auch finanzielle Abhängigkeit der Frau von ihm, da er glaubt, die Partnerin damit "gesichert zu haben". Praktisch verlaufen solche Beziehungen meist problematisch und sind zum Glück nicht die Regel.
Die Mehrheit der Männer legt dagegen großen Wert auf die persönliche Selbständigkeit und emotionale Stabilität der Partnerin, teils auch unbewusst. Frauen, die den Mann ihrer Träume schon in der Kennenlernphase mit Kinderwünschen konfrontieren und ihn ständig mit Liebesschwüren und emotionaler Zuneigung überschütten, lösen im Mann Fluchtmechanismen aus. Ein Mann interpretiert zu stark offenbarte Emotionen einer Frau sehr oft als Schwäche, auch wenn diese tatsächlich gar nicht gegeben ist. Unbewusst hat ER Angst, dass die Frau nicht ohne ihn klarkommt und mehr Belastung als Erfüllung seines Lebens bedeutet. Die Folge ist häufig starke Distanzierung oder ein respektloser Umgang mit der Partnerin, insofern sie es überhaupt wird.
Also was wollen Männer für einen Frauentyp? Die typische Karrierefrau ist es männlichen Aussagen zufolge eher weniger. Sie schreckt Männer oft ab und ist für den -meist wettbewerbsdenkenden Mann- schlichtweg unnötige Konkurrenz.
Frauen mit weiblicher, warmer Ausstrahlung, die ihren eigenen Kopf, ein eigenes Leben mit vielen Interessen und möglichst einer oder mehrer Leidenschaften haben, scheinen dagegen sehr schnell das männliche Interesse zu wecken. Die Ausfüllung des eigenen Lebens macht die Frau für den Mann auch dauerhaft sehr interessant und spricht den männlichen Eroberungsdrang immer wieder an. Männer lieben es, eine Frau immer wieder zu erobern, auch "die eigene" Partnerin über Jahre hinweg. Gibt sich eine Frau hingegen in einer Beziehung mehr und mehr auf und versucht ihrem Partner auch noch alles Recht zu machen, nährt sie nur die männliche Bequemlichkeit, verliert aber mit großer Wahrscheinlichkeit den Respekt ihres Partners und damit die Grundlage für eine harmonische Beziehung.
Männer wollen nicht nur Bestätigung, sondern sehnen sich sogar danach. Auch wenn Männer dies Frauen gegenüber nicht gerne zugeben. Die überwiegende Mehrheit der Männer ist von Natur aus leistungsorientiert. Dafür wollen Männer Anerkennung und Bestätigung, am besten gleich für ihr bloßes Dasein. Je öfter, desto besser. Die Bestätigung und Wertschätzung von der eigenen Partnerin ist besonders wichtig. Hinter dem Lechzen nach weiblicher Bestätigung stehen typisch männliche Ängste wie kein guter Jäger/Ernährer zu sein oder nicht potent genug, bzw. ein schlechter Liebhaber zu sein. Dr. Michael Kaufman, Koryphäe der internationalen Männerforschung, beschreibt dieses Phänom so: "Trotz der Macht, die Männlichkeit auch bedeute, sei sie ungeheuer zerbrechlich. Männer seien sich ihrer Männlichkeit permanent unsicher, müssten sie immer unter Beweis stellen." (Ins Deutsche übersetzt aus: "The Construction of Masculinity and the Triad of Men’s Violence”, New York University Press)
Der Wunsch nach Bestätigung sinkt in der Regel mit wachsendem Selbstbewußtsein und Selbstwertgefühl. Aber die wenigsten Männer sind mit diesen Eigenschaften reichlich gesegnet. Für kluge Frauen ist das männliche Bedürfnis nach Bestätigung und Anerkennung seit jeher ein mächtiges Instrument, um die Beziehung zu steuern und ihren Traumfrauen- Status aufrecht zu erhalten.
Tipp: Wie Sie IHN verliebt machen
Die Kommunikation von Männern unterscheidet sich von weiblicher Kommunikation vollends. So ist es kaum verwunderlich, dass selbige zwischen beiden Geschlechtern häufig zu Mißverständnissen, Frustration und sogar Resignation führt. Schon der Grund, warum Männer kommunizieren, ist ein gänzlich anderer als bei Frauen. Männer reden vornehmlich, um ihren Status und ihre Unabhängigkeit aufrecht zu erhalten. Ihre Kommunikation ist meist lösungsorientiert . Frauen reden überwiegend, um sich mitzuteilen und so Zugang zu einer Beziehungswelt zu erhalten. Für eine Frau ist es sehr wichtig, ihrem Partner Alltagserlebnisse mitzuteilen und an seinen teilzuhaben. Die Frau strebt mit dieser Kommunikation nach Intimität und Beziehungsfestigung.
Ganz anders jedoch der Mann. Er stellt Intimität und Stabilität einer partnerschaftlichen Beziehung gar nicht erst in Frage. Diese Dinge sind für ihn allein durch die Existenz seiner Partnerin gegeben. Sein Drang, der Partnerin Geschehnisse des eigenen Alltags mitzuteilen, hält sich oft sehr in Grenzen. Zu stark würde die bindungsorientierte Kommunikation der Frau ihn einbeziehen, natürlich auf Kosten seiner Unabhänigkeit. Häufige Nachfragen werden als "bohrend" empfunden und bedeutet für einen Mann den klaren Übertritt seiner Privatsphäre.
Viele Männer reagieren bereits auf gutgemeinte und wohlwollende weibliche Vorschläge mit Einleitungen wie "Hast du nicht Lust auf.....", Wollen wir heute nicht...." gereizt, da Männer solche Bezugsversuche als Überumpelung und gar als Bevormundung oder Befehl empfinden. Frau versteht dann meist nichts mehr.
Ähnlich verhält es sich mit männlichen Vorschlagsoffensiven. Männer pflegen gerne den direkten und aufs Wesentliche konzentrierten Sprachstil. Mit "Ich fahre jetzt in den Supermarkt!" meint Mann häufig "Ich fahre jetzt in den Supermarkt! Möchtest du mitkommen?". Obwohl Mann sich hier die direkte Frage an seine Partnerin spart, erwartet er irgendeine Reaktion von ihr. Bleibt diese aus, fährt er los, woraufhin sich die Frau ausgegrenzt fühlt und enttäuscht ist.
Nicht konkretisierte weibliche Wünsche sind für Männer ein absolutes No Go! Anhand eines typischen Beispiels, welches die Soziolinguistin Prof. Dr. Deborah Tannen in ihrem Buch: "Du kannst mich einfach nicht verstehen, Warum Männer und Frauen aneinander vorbeireden", verwendet, wollen wir dieses Problem erläutern. Während der Autofahrt eines Paares:
"Die Frau fragt: "Würdest Du gern irgendwo anhalten, um was zu trinken?" Ihr Mann hatte wahrheitsgemäß mit "Nein" geantwortet und nicht angehalten. Frustriert musste er später feststellen, dass seine Frau verärgert war, weil sie gerne irgendwo Rast gemacht hätte."
Die Frau in diesem Beispiel äußert ihren Wunsch eine Pause zu machen, wie neigungsgemäß viele andere Frauen auch, für den Mann nicht erkennbar. Sie gestaltet ihre Formulierung gewohnheitsgemäß offen, um die Möglichkeit einer gemeinsamen Entscheidung zu geben. Aber nur sehr sensibelisierte Männer erkennen überhaupt einen Wunsch hinter solch einer Formulierung. Das Gros der Männer reagiert nur verärgert, wenn sich dann herausstellt, was ihre Partnerin eigentlich kundtun wollte. Die meisten Männer empfinden derartige weibliche Konversation als dumme Spielchen, die mit ihnen gespielt werden. Und Spielchen mögen Männer meist gar nicht. Die ganze Angelegenheit ist ein einziges Mißverständnis.
Nachfolgende Punkte beziehen sich auf die Mehrheit der Männer, selbstverständlich wird es immer auch individuelle Abweichungen in Einzelfällen geben.
Buchtipp: Der Beziehungscoach und Autor Christian Sander gewährt tiefe Einblicke in die Psyche und Verhaltensmuster von Männern. Unschätzbares Wissen für Frauen, die eine innige, leidenschaftliche und harmonische Beziehung mit einem Mann möchten
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