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Handy Spam kann teuer werden

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Handy SpamSeit das Handy zum Massen- Kommunikationsmittel avanchiert ist, sind arglose Handy Nutzer verstärkt in das Visier von Spammern gerückt...

Der ein oder andere Leser wird sicherlich die äußerst freundlichen und einladenen SMS kennen: "Es sind zwei neue Fotos in ihrer Fotobox", "Ein guter Bekannter hat ihnen eine Nachricht geschickt" oder "Miriam möchte mit ihnen chatten". Bei den einschlägigen SMS handelt es sich oft um Handy Spam, also dem massenhaften und nicht erwünschten Versand von Nachrichten, deren Hintergrund häufig finanzielle Interessen sind.

Die Handy Spammer spekulieren darauf, dass ihre, vor allem unerfahrenen, Empfänger auf die trügerische Nachricht hereinfallen und antworten, beziehungsweise per SMS einen kostenpflichtigen Dienst in Anspruch nehmen. Beim ersten Schritt sind die entstehenden Kosten oftmals nicht ersichtlich und so kann es passieren, dass man sich in einem Sex- Chat wiederfindet und dann erst darüber informiert wird, dass eine sogenannte Premium SMS beispielsweise rund 2 Euro kostet. Die erste, bereits verschickte SMS schlägt dann bereits mit einem saftigen Preis auf der Handyrechnung zu buche. Für viele verständlicherweise ein Ärgernis

Als Absender der Spam Nachrichten sind meist Kurzwahlnummern zu identifizieren. Nun könnte man leicht auf die Idee kommen, gegen den Abzocker vorzugehen, denn wer hinter einer Kurzwahlnummer steckt, sollte mehr oder weniger problemlos herauszufinden sein. Ist es auch. Auf der Internet- Adresse: http://www.t-mobile.de/premiumsms/ können Betroffene die Kurzwahl eingeben und bekommen prompt den dazugehörigen Premium SMS Anbieter geliefert. Doch leider ist in der Regel nicht der SMS Provider der Spammer selbst, sondern sein Kunde, dem die Kurzwahl, natürlich entgeldlich, überlassen worden ist. Der Premium SMS Anbieter stellt die Handy Spam SMS bei dem Prozedere lediglich zu und übernimmt die Rechnungsstellung. Die inhaltliche Verantwortung wird dann oft an den unseriösen Spam- Kunden weitergegeben. Eine effektive Qualitäts- Prüfung gibt es bei dem Massengeschäft scheinbar nicht. Dennoch sollten Betroffene Handy Nutzer sich kräftig beim entsprechenden Anbieter beschweren, denn schließlich geht dieser im klaren Fall von Handy Spam Geschäftsbeziehungen mit Firmenkunden ein, die sich teils widerrechtlich gebaren. Der Spammer selbst ist kaum zu fassen. In der Regel handelt es sich um dubiose Firmen, deren Sitz sich im Ausland befindet.

Dennoch können Opfer von Handy Spam etwas unternehmen. Als ersten Schritt sollte die Bundesnetzagentur über den Rufnummer Mißbrauch informiert werden. Dies kann auf drei Wegen geschehen:

  1. Auf der Bundesnetzagentur Homepage melden
  2. Per E-Mail melden
  3. Unter 0291/9955206 bei der Bundesnetzagentur anrufen

Aber müssen Handy Spam Betroffene, die auf betrügerische Nachrichten hereingefallen sind, den ergaunerten Betrag zahlen? Dazu sagt Rechtsanwalt Hans Fluhme von der Verbraucherzentrale Hamburg in der "Hamburger Morgenpost" (Ausgabe 121/22, Seite 37): "Bezahlen Sie nicht! Wenn Sie nicht auf die Kosten hingewiesen wurden, müssen Sie für eine SMS auch nicht bezahlen. Reduzieren Sie ihre Handyrechnung um diesen Betrag, selbst wenn es "nur" ein paar Euro sind." Weiterhin geht der Jurist davon aus, das die ausländisch angesiedelten Firmen Auseinandersetzungen mit zahlungsunwilligen Kunden scheuen.

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