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Mieter oder Käufer einer Wohnung oder eines Hauses wissen vor der Miete oder dem Kauf des Objekts meist nicht, welche Energiekosten auf sie zu kommen. Der Energieausweis für Gebäude schafft dem ab Juni diesen Jahres Abhilfe...
Energieausweis für Wohngebäude [Quelle: BMVBS / dena]
Der Energieausweis (vormals auch Energiepass genannt) soll den energetischen Ist- Zustand von Immobilien widerspiegeln und Vorschläge für Immobilienbesitzer unterbreiten, welchen Maßnahmen zu einem geringeren Energieverbrauch durchzuführen wären. Für Hauseigentümer bedeutet dies nicht zwangsläufig, für ihre Immobilie einen Energieausweis ausstellen lassen zu müssen. Nur wenn ein Gebäude privat oder gewerblich verkauft oder vermietet wird, muss auf ausdrücklichen Wunsch des Käufers oder Mieters der Energieausweis vorgelegt werden. Den Energieausweis gibt es derzeit in zwei Formen. Einmal den verbrauchsbasierten Energieausweis, der auf den Heizkostenabrechnungen des Eigentümers basiert. Und zweitens der bedarfsorientierte Ausweis. Der bedarfsorientierte Energieausweis orientiert sich an der Bausubstanz sowie an der eingesetzten Heiztechnik und bietet somit eine gute Grundlage, die zukünftigen Heizkosten einzuschätzen.
Es gibt in Deutschland bereits rund 14.000 Fachleute, die einen Energieausweis austellen. Die deutsche Energie Agentur, kurz dena genannt, hat 3500 Experten befragt, wie der Energieausweis bei den Haus- Eigentümern aufgenommen wird und welche Auswirkungen der Ausweis nach ihrer Einschätzung auf die Moderniesierungspläne haben wird. Knapp 54 Prozent der Energie Fachleute schätzen, dass der Energieausweis Gebäudemodernisierungen vorran treiben wird. Gegenwärtig ist die Nachfrage nach den bedarfsorientierten Ausweisen knapp größer als bei dem verbrauchsorientierten Papier. Laut dena nutzen die Eigentümer den Energieausweis als Anstoß für Modernisierungen an ihren Gebäuden. Rund vierzig Prozent der Empfehlungen aus dem Ausweis werden tatsächlich realisiert.