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Einmal jährlich vergibt die Stadt Bodenwerder im niedersächsischen Landkreis Holzminden den Münchhausen Preis für außergewöhnliche Fähigkeiten in Darstellungskunst, Redegewandheit, Satire und Phantasie. Der diesjährige Preisträger ist der Schweizer Kabarettist und Alleinunterhalter Emil Steinberger.
Der Münchhausen Preis wird seit dem Jahr 1997 von der Stadt Bodenwerder zum Anlass des 200. Todestages des 1720 auf Gut Bodenwerder geborenen Karl Friedrich Hieronymus Freiherr von Münchhausen gestiftet. Der historische Münchhausen erlangte durch seine überaus phantasievoll ausgeschmückten "Lügengeschichten" große Popularität bis in die Gegenwart, obwohl nur vier seiner Geschichten wirklich nachweislich von ihm stammten.
Am 08.05.2009 nahm Alleinunterhalter, Kabarettist, Buchautor und Schauspieler Emil Steinberger den mit 2500 Euro dotierten Stiftungspreis der Stadt Bodenwerder entgegen.
Der heute 76- jährige Steinberger lebt ein schaffens- und facettenreiches Künstlerdasein. Bereits als Knirps gründete Emil Steinberger sein erstes "Gartentheater", bereits wissend, wie er mit Humor Mitschüler in seinen Bann ziehen konnte. Erste größere Popularität brachten dem Alleinunterhalter in den 1970er Jahren vor allem TV- Sketche in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein. Steinberger trat auch in großen Manegen wie dem Zirkus Roncalli und Zirkus Knie auf. Egon Wellenbrink, den meisten TV Zuschauern besser bekannt als der "Melitta Mann", legte der Komiker Ende der 1990er Jahre die Werbetexte in den Mund. Das Lebenswerk Steinbergers wurde im Jahre 2003 mit der "goldenen Rose von Montreux" gewürdigt. Der Preis gilt als eine bedeutende Anerkennung für Fernsehunterhaltung.

Emil Steinberger, "der lustigste Schweizer der Welt", gibt Einblicke ins Schwyzerdütsche.© Local Grooves
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