In Hamburg haben Polizei und Staatsanwaltschaft einen 70-jährigen Mann sowie eine 46- jahrige Frau am Donnerstag wegen dringenden Verdachts auf Betrug in Millionenhöhe festgenommen. Die Höhe des Schadens wird vorerst auf über drei Millionen Euro geschätzt. Die inhaftierten Personen sollen über ein Unternehmen, in dem sie als Direktoren fungierten, gutgläubigen Anlegern überdurchschnittlich lukrative Geschäfte im Segment des Devisenhandels sowie bei Produkten zur Altersvorsorge offeriert haben. Als Vertriebskanäle dienten zwischen 2007 und 2009 das Internet sowie der persönliche Kontakt durch vermeintliche Kundenberater. Rund 260 geschädigte Personen sollen dem betrügerischen Paar Gelder anvertraut haben. Nach Angaben der Polizei wurde der Großteil der Kundengelder jedoch nicht wie vertraglich vereinbart verwendet.
Bei Zuge der Ermittlungen wurden mehrere Wohnungen und Büros in Hamburg und Niedersachsen durchsucht. Dabei wurden zwei Luxus- Karossen und 15.000 Euro in Bar beschlagnahmt. Für den vorgeworfenen Kapitalanlagebetrug sind noch weitere Personen der Mittäterschaft verdächtig. Weiterhin gehen die Beamten davon aus, dass es noch mehr Geschädigte Bürger gibt.
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