Männer verstehen ist eigentlich ganz einfach. Zumindest aus Männersicht. Für viele Frauen jedoch ist und bleibt der Mann mit seinen oft unverständlichen Verhaltensweisen ein Mysterium. Besonders offensichtlich werden typisch männliche Eigenarten bei der Partnerwahl und in der Beziehungsführung, denn hier kommen die gravierend unterschiedlichen Wesenszüge zwischen Mann und Frau am stärksten zum Vorschein.
Viele Frauen fahren, nachdem sie einen attraktiven Mann kennengelernt und sich verliebt haben, eine Art emotionale Achterbahn. Sie möchten eine dauerhafte Liebesbeziehung mit diesem Mann, doch der distanziert sich plötzlich und nähert sich andererseits auch wieder an. Scheinbar weiss ER nicht, was er will. Sprüche wie "Es liegt nicht an dir, sondern an mir", "Ich bin noch nicht bereit für eine Beziehung" oder ähnliche Formen haben unzählige Frauen in ihrem Leben schon gehört. Schlimmstenfalls meldet sich der Mann, mit dem sie vor einigen Tagen noch intim waren, gar nicht mehr.
In dieser Situation die Männer zu verstehen ist Frauen oft kaum möglich, wie auch, sie sind sich ihrer Gefühle ja sicher. Es gibt Frauen, die verzweifeln fast daran, da sie offenbar immer nur an "bindungsunwillige" Männer geraten. Aber was ist los mit IHM? Oder liegt es an IHR? Sind seine Gefühle einfach nicht stark genug oder vielleicht gar nicht vorhanden?
Männer verstehen bedeutet in dieser Hinsicht vor allem, ihre Ängste und ihre ureigensten Verhaltensmuster zu erkennen und zu begreifen. Distanziert sich ein Mann immer wieder von einer Frau oder bricht den Kontakt plötzlich ab, obwohl er Gefühle für sie hegt, stecken dahinter in der Regel zwei Ängste:
Die überwiegende Mehrheit der Männer glaubt fest an "die Traumfrau". Laut aktuellen Umfragen 92 Prozent. Jedoch ist die Vorstellung der "Traumfrau" sehr idealisiert und praktisch kaum eine Frau wird diese im (Beziehungs)alltag erfüllen können. Dabei bezieht sich der Begriff "Traumfrau" weniger auf das Äußere, sondern eher auf bestimmte, typisch weibliche Eigenschaften. So individuell Männer, -wie ebenso Frauen- auch sind, in der Vorstellung der idealen Partnerin gibt es erstaunlich viele Übereinstimmungen. Viele Männer lieben an einer Frau beispielsweise Merkmale wie:
ständiges Einfühlungsvermögen und Verständnis, Gerne männliche Hilfe annehmen (nicht zu verwechseln mit Unselbstständigkeit oder Hilfslosigkeit), die Bereitschaft den Mann zu bestätigen, aber auch einen eigenen weiblichen Kopf haben sowie Humor.
Müssen sich Frauen nun also anpassen oder gar verstellen, damit sie der männlichen Vorstellung entsprechen und den Mann ihrer Wahl ernsthaft an sich binden können? Nein, weiß der Autor und Beziehungscoach Christian Sander, der sich bereits während seines Psychologie- Studiums intensiv mit Partnerfindung und Partnerschaftsproblemen beschäftigt hat. Ganz im Gegenteil: Je mehr eine Frau für sich persönlich tut und einem Mann gleichzeitig signalisiert, dass bei ihr die geliebten Eigenschaften potenziell "zu haben", aber nicht leicht zu bekommen sind, desto intensiver ist die Anziehungskraft, die auf einen Mann wirkt. Das gilt für die Kennenlernphase genauso wie für die Beziehung, die daraus resultieren kann. Es ist aus der Sicht einer Frau mitunter ein Paradoxum, dass männliches Interesse und Wertschätzung gegenüber der weiblichen Spezies immens ansteigt, wenn er ER das Gefühl bekommt, sich für SIE mächtig ins Zeug legen zu müssen. Das entspricht aber seiner Natur als Leistungsmensch und weckt enorm starke Instinkte. Viele Frauen, so Sander, offenbaren ihre Zuneigung zu schnell oder drängen gar Emotionen auf. Dabei bräuchten Frauen nur die richtigen Signale an den begehrten Mann zu senden, um ihn sprichwörtlich um den Finger zu wickeln.
Buchtipp: Männer verstehen lernen und enorme Anziehungskraft auf Männer entwickeln. Ein erfrischender, praxisbewährter Ratgeber von Beziehungscoach Christian Sander.