Liebeskummer, vor allem durch eine Trennung ausgelöst, kann den Betroffenen enorme emotionale Qualen bereiten. Kein Wunder, denn Liebeskummer fühlt sich schlimmstenfalls an, wie der Tod eines sehr lieben Menschen. Linderung bringen verarbeitende Prozesse, in deren Folge sich sogar ganz neue Perspektiven ergeben können.
"Es ist Schluss", "Ich will diese Beziehung nicht mehr", "Ich will die Scheidung", "Ich halte das nicht mehr aus, ich verlasse dich", "Ich habe mich in eine andere verliebt", "Ich möchte nicht mehr mit dir zusammen leben". Diese und ähnliche Aussagen lösen in uns oft erst einmal einen gehörigen Schock und das Gefühl von Ohnmacht aus. Die erste Phase einer Trennung hat begonnen. Ist das Verlassen worden sein dann realisiert, folgt für den "zurück bleibenden" Partner mehr oder weniger schwerer Liebeskummer, je nachdem, wie intensiv die emotionale Bindung zum Partner noch ausgeprägt ist.
Meist folgt auf diese erste Phase Hilflosigkeit, Trauer und Enttäuschung, später auch Selbstzweifel, Angst und sogar Wut. All diese starken Emotionen nähren den Zustand, der allgemein als Liebeskummer bezeichnet wird. So schrecklich diese mächtigen Gefühle auch sind, sie dienen dem "Lösungsprozess" und wollen ausgelebt werden. Mechanismen, die Liebeskummer verdrängen sollen, bieten zwar kurzfristig Erleichterung, verzögern jedoch in der Regel die Verarbeitung und damit die Bewältigung von Liebeskummer.
Bereits in der verarbeitenden Phase, wenn sich der Stress gelegt hat und Distanz zwischen dem einstigen Paar herrscht, stellt sich für viele getrennte Partner immer wieder die Frage, ob sie ihrer angeschlagenen Beziehung noch einmal eine Chance geben sollen. Gerade wenn zwischen einem getrennten Paar wichtige Dinge wie Lebenseinstellung, gegenseitige Attraktivität, Humor, gemeinsame Ziele, gemeinsame Interessen und auch Sex gut zusammen passen, ist diese Frage natürlich durchaus berechtigt. Wir Menschen sind nun einmal sehr individuell und die Wahrscheinlichkeit, dass man noch einmal auf einen gleichartigen oder wenigstens stark ähnlichen Partner trifft, ist eher gering. In der Tat scheitern viele Folge- Beziehungen ursächlich daran, dass der neue Partner immer wieder unbewusst mit dem alten Partner verglichen wird.
Befragt man (auch vorläufig) wieder-vereinte Partner , ob sich ihre Reunion nach der Liebeskummer Phase für sie gelohnt hat, ergeben sich oft zwei gegensätzliche Meinungen: Einige sagen, dass sie sich einen zweiten Versuch hätten sparen können und andere wiederum sagen, dass der zweite Anlauf das Beste war, was ihnen jemals passiert ist. Viele Menschen, von denen die Trennung eigentlich ausging, waren im Nachhinein froh, dass der Ex Partner ihre Entscheidung zwar notgedrungen akzeptiert hat, dann aber, um einige persönliche Erkenntnisse reicher, entsprechende Maßnahmen ergriff, um sie als Partner zurück zu gewinnen.

Eine überstandene Trennungskrise schweisst noch fester zusammen
Die glücklich wiedervereinten Paare haben es offenbar nicht nur geschafft, wieder beim Ex Partner zu landen und sich quasi neu zu verlieben, sondern auch typische Probleme und deren Ursachen zu erkennen und zu lösen. Ein wichtiger Entwicklungsschritt, damit die einst wunderbare Partnerschaft durch das Beschreiten von neuen Wegen wieder von Liebe und Erfüllung geprägt ist. Liebeskummer kann also auch durchaus eine fruchtbare, treibende Kraft zu wachsender, persönlicher Reife sein und in neues, altes Glück führen.
Weiterführende Infos:
Ebook und Hörbuch "Den Partner zurück gewinnen" zum Sofortdownload.