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Gerade Männer, die immer noch mehr Frauen ansprechen, als Frauen auf Männer zugehen, kassieren hin und wieder einen Korb. Dass so natürlich auch tiefenpsychologisch das Ego gekränkt wird, ist offensichtlich, meist den Frauen aber in keiner Weise bewusst.
Über 90 Prozent aller Frauen haben schon einmal oder mehrfach eine Abfuhr verteilt, dies aber aus sehr unterschiedlichen Gründen. Um nachvollziehen zu können, warum solche Situationen entstehen, muss die Psyche der Frau grundlegend erklärt werden.
Zunächst kann eine Abfuhr daher rühren, dass sich die Frau nicht angezogen vom gegenüber fühlt. Hier ist rein subjektives Empfinden für den Korb verantwortlich.
Forscher fanden heraus, dass sich körperliche Anziehung in den ersten drei Sekunden nach Begegnung heraus kristallisiert. Also sind für alles weitere, das kommen könnte, die ersten drei Sekunden ausschlaggebend. Diese Erkenntnis ist ein Relikt aus vergangener Zeit, als es Mittels des Fortbestands der Art, sehr schnell gehen musste. Gesteuert wird dieses Auswahlverfahren unter anderem von Pherhormonen, eine Art Sexuallockstoff. Es handelt sich also um eine grundlegend, biologisch beweisbare Abneigung gegen Menschen, wenn sich binnen Sekunden herausstellt, dass hier keine Gemeinsamkeit besteht.
Aber psychologisch zeigt sich, dass Frauen Körbe verteilen, wenn es zwischenmenschlich nicht passt. Bringt der Mann einen oberflächlichen Spruch, ist die Frau schnell uninteressiert. Viele Studien belegen, dass gerade die ersten gewechselten Worte wichtig für das weitere Geschehen sind. Wirkt der Mann unnatürlich, sinkt das Interesse bei den meisten Frauen. Bevorzugt wird Natürlichkeit, ein echtes Auftreten.
Wie geht man mit so einem Korb um? Natürlich ist das Ego von Zurückweisung angegriffen. Psychologen sehen zum Beispiel in frühkindlicher Zurückweisung eine der stärksten Formen für spätere psychologische Auffälligkeit. Doch eine Abfuhr im Erwachsenenalter kann im Rückschluss das Ego sogar aufbauen. Distanziert sich die Frau beispielsweise mit einer Erklärung, versucht behutsam zu verdeutlichen, warum sie das Gespräch an dieser Stelle abbricht, so kann dies als Tatsache des Respekts und der Wertschätzung verstanden werden. Im Zusammenhang mit dem Mann ist also eines wichtig: Dass er eine gewisse Akzeptanz für den Korbs aufbringen kann und sich durch die äußerliche Form eine gewisse Bestätigung holt.
Spricht der erste Eindruck die Frau nicht an, muss sie den Mann zurück weisen. Umgekehrt würde der Mann ähnlich handeln. Verdeutlich er sich dieses Verhalten, kann er ihre Zurückweisung akzeptieren. Ist der Korb auf einer recht sachlichen Ebene formuliert, so kann sich der Mann wenigstens an dem ihm zu Teil werdenden Respekt erfreuen. Das ist im Vergleich natürlich – auch psychologisch gesehen – ein sehr schwacher Trost, doch die Erkenntnis, auch aus negativen Erfolgen einen positiven Nutzen zu ziehen, ist für das weitere Flirtverhalten elementar.
Wird Flirten langfristig mit negativen Erlebnissen assoziiert, sinkt die Flirtbereitschaft rapide. Also muss auch bei Rückschlägen versucht werden, einen positiven Nutzwert zu sehen. Zum einen darin, dass die Überwindung, eine fremde Person anzusprechen, möglich war. Zum anderen, dass die Abfuhr respektvoll serviert wurde. Da eine Abfuhr zum Flirten genauso dazu gehört wie Erfolge, muss grundlegend ein positiver Tenor gefunden werden, um sich weiterhin für das Flirten motivieren zu können. Trifft jedoch der Fall ein, dass die Abfuhr respektlos und dreist ist, muss auch hier psychologisch argumentiert werden. Zunächst: Warum nutzt diese Frau die Situation so, dass die Abfuhr nachhaltig gemein wirken soll? Nach einer Studie verteilen nur sehr wenige Frauen beim Flirten solche Körbe, Begründung ist meist, dass sie schon vom ansprechen genervt waren. Aber warum respektlos werden, wenn der Mann auf den ersten Blick alles richtig gemacht hat? Hier kommt die Tiefe der Psychologie ins Spiel: Frauen meinen ihre persönliche Wahrnehmung des Egos dadurch steigern zu können, in dem sie Abfuhren verteilen, die wirklich verletzend sind. Es spielt dabei keine Rolle, ob sie fragwürdige Annäherungs- Versuche, zum Beispiel einen Seitensprung, wittert. Je mehr sie ihr gegenüber durch den Korb verhöhnt, umso mehr steigt ihr eigenes Selbstbewusstsein. Solche Körbe darf man auf keiner Weise an sich heran lassen, hier sollte man egoistisch abblocken und die Frau vergessen. Solch eine Abfuhr kann einen nachhaltig nur nervös, verletzlich und depressiv machen. Im Zweifelsfall kann man hier nur die Frau innerlich verdammen und nach vorne sehen. Auch psychologische Ratgeber sind sich hier einig: Das Geschehene nicht auf sich persönlich einwirken zu lassen, sondern die Frau als unmenschlich zu reflektieren.
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