Mobile Browser für das Handy

Handy BrowserWer unterwegs seine Emails abrufen, die neusten Nachrichten oder einfach nur im Internet surfen möchte, der greift immer häufiger zum Handy. Das Handy ist mittlerweile nicht mehr nur der Begleiter um ständig erreichbar zu sein sondern es eröffnet dem Nutzer zahlreiche Möglichkeiten des World Wide Webs. Um im Internet mobil surfen zu können, verwenden Hersteller verschiedene mobile Browser. Dieser Artikel soll einen kurzen Überblick über die speziell für Handys entwickelten Browser bieten.

Webbrowser sind speziell entwickelte Programme um im World Wide Web aufgesuchte Internetseiten darzustellen. Da die heutigen Internetseiten nicht mehr nur aus einfachen Grafiken und Texten bestehen, müssen moderne Browser in der Lage sein verschiedenste Webanwendungen, wie beispielsweise Videos, darzustellen. Handys benötigen aufgrund ihrer kleinen Displays und geringer Rechenleistung spezielle Webbrowser. Das Hauptproblem liegt in den kleinen Displays, ist der überwiegende Teil der Internetseiten doch für große Monitore konzipiert. Aus der Bedienbarkeit ergibt sich, eine weitere Herausforderungen für die mobilen Browser, da Tastatur und Maus nicht zur Verfügung stehen.
Neben dem sehr bekannten mobilen Browser Safari, der für das Handy iPhone eingesetzt wird, gibt es zahlreiche Alternativen. Dazu gehören beispielsweise Opera Mini und das Betriebssystem Android, welches von Google entwickelt wurde. Natürlich mischt Windows mit seinem Internet Explorer Mobile auch auf dem attraktiven Handysegment mit.

 

Safari

Der Safari-Browser wurde von der Firma Apple im Jahr 2003 auf den Markt gebracht und ist seit dieser Zeit der Standardbrowser für alle Apple-Computer. Für das sehr erfolgreiche iPhone wurde der Browser nicht komplett neu entwickelt sondern an die Bedürfnisse des mobilen Gerätes angepasst. Das iPhone lässt sich sehr komfortable über das berührungsempfindliche Display des Handys bedienen. Durch zweimaliges Fingertippen kann problemlos in die Webseite hereinzoomt werden. Webseiten, die nicht speziell für mobile Geräte programmiert wurden, lassen sich komfortabel betrachten. Mit zwei Fingern, die auseinander oder zusammengezogen werden, können sehr genau bestimmte Bereiche vergrößert oder verkleinert werden. Das scrollen geht mit diesem Browser ebenfalls sehr intuitiv und einfach von der Hand. Ein Nachteil des mobilen Browsers, Apple verzichtet für diesen Browser auf Flash-Plug-ins. Dies bedeutet, einige Internetseiten werden nicht vollständig dargestellt. Positiv fällt wieder auf, dass mit diesem Browser auf dem Handy bis zu 8 Seiten nebeneinander geöffnet werden können. Einziger Wermutstropfen, dieser Browser ist an das Handy von Apple gebunden.

Opera Mini

Dieser Browser findet sich aktuell auf Handys von verschiedensten Herstellern. Der Browser ist kostenlos und wurde für javafähige Handys und PDAs Handy Browserentwickelt. Das Außergewöhnliche an diesem Browser ist die Verwendung eines Proxyservers zum Surfen im Internet. Dies bedeutet die Internetseiten werden über einen speziellen Server geleitet und erst dann in einer komprimierten Form an das Handy des Nutzers weiter gesendet. Der Vorteil dieser Methode, die Seiten werden an die kleinen Displays der Handys angepasst und das Datenvolumen wird reduziert. Die Reduzierung des Datenvolumens führt zu einem schnelleren Seitenaufbau und einer Kostenersparnis, sind mobile Internetzugänge aktuell noch mit hohen Kosten verbunden. Die Bedienung des Browsers ist auf Handys ohne Touchscreen optimiert. Mit wenigen Tastendrücken lässt sich leicht jeder Bereich einer Internetseite anzeigen. Bei der Eingabe von Internetadressen schlägt der Browser sofort eine Auswahl vor um das tippen zu erleichtern. Mit diesem Browser lassen sich leider nicht mehrere Internetseiten gleichzeitig öffnen, dafür ist er gut für kleine Displays geeignet.

Internet Explorer Mobile

Der Internet Explorer Mobile von Mircosoft ist, an das für mobile Geräte entwickelte Betriebssystem Windows Mobile, gekoppelt. Der Browser von Mircosoft schlägt dem Nutzer beim Besuch einer Webseite automatisch einen relevanten Bereich vor. Dies funktioniert leider nicht immer, sodass man schnell eine komfortablere Zoom- und Srcollfunktion herbeiwünscht. Es fehlen wichtige Funktionen, wie voreingestellte Suchmaschinen. Es lassen sich auch keine Seiten parallel öffnen und das mobile Surfen im Internet geht sehr langsam von der Hand. Verbesserung hat Mircosoft erst mit einer neuen Version versprochen, die ende des Jahres auf den Markt kommen soll.

Fennic

Auch der Entwickler von Firefox will auf dem großen Markt der Browser für Handys und mobile Endgeräte mitmischen. Dafür wird aktuell an dem kleineren Bruder namens Fennic entwickelt. Dieser ist aktuell nur in einer Vorabversion erhältlich was bedeutet, dass die Entwicklung bis zur Marktreife noch etwas Zeit in Anspruch nehmen wird.

Android Browser

Auch Google mischt im großen Konzert der mobilen Browser mit. Das Unternehmen hat hierfür das Handy-Betriebssystem Android entwickelt, welches über einen sehr komfortablen Browser verfügt. Das erste Handy mit dem Betriebssystem Android, das auf dem deutschen Markt käuflich erworben werden kann, ist das T-Mobile G1. Die Bedienung geht ähnlich locker von der Hand wie die des Konkurrenten Apple. Der Browser wird mit den Fingern bedient und hat eine übersichtliche Bedienoberfläche. Statt mit zwei Fingern, wie bei Apple üblich, bewegt man sich über spezielle Zoomtasten mit einem Finger über die Internetseite. Auch mit diesem Browser lassen sich auf dem Handy mehrere Webseiten gleichzeitig öffnen. Die Webseiten werden mit beiden Browsern sehr gut dargestellt, was nicht verwunderlich ist, verwenden beide doch die gleiche Technik.
Google hat im Gegensatz zu Apple sein Betriebssystem komplett auf die Internetnutzung ausgelegt. Die Daten werden nicht wie bei Apple über iTunes umständlich synchronisiert sondern Lesezeichen und andere Daten werden direkt aus dem Internet abgerufen.

Fazit

Apple und Google bieten aktuell die beste Bedienbarkeit beim Surfen im Internet. Mit dem Browser von Apple ist man leider an das sehr teure iPhone und das Portal iTunes gebunden. Google geht hier mit seinem Handy-Betriebssystem den richtigen Weg, ermöglicht es dem Nutzer doch seine Inhalte frei aus dem Netz zu beziehen. Die Bedienung mit den Fingern macht nur bei größeren Handy-Displays sinn. Für kleinere Handys ist Opera Mini sehr gut geeignet, dies gilt für die Bedienbarkeit und die Geschwindigkeit mit der Seiten aufgebaut werden.  Mircosoft bildet mit seinem mobilen Internet Explorer das Schlusslicht, lässt die Bedienbarkeit und Geschwindigkeit doch stark zu wünschen übrig.

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